Solidarität mit dem Warnstreik im öffentlichen Dienst!

Veröffentlicht am: 19. Februar 2013
Dieser Beitrag wurde in unserer Kategorie "Allgemein" veröffentlicht

Diesen 20. Februar findet hier in Tübingen ein Warnstreik im Rahmen der Tarifverhandlung der Länder statt. Wir solidarisieren uns mit allen Streikenden und sichern den Kolleg_innen unsere tatkräftige Unterstützung zu.

Besodners erfreulich ist die Entwicklung, dass in diesem Jahr erstmals auch die universitären Hilfskräfte als organisierte Kraft auftreten und sich mit dem Streik der Uni-Belegschaft solidarisch erklären. Die HiWis, ohne die der Unibetrieb schon lange nicht mehr denkbar wäre, gehören zu den Angestelltengruppen mit den niedrigsten Löhnen, den prekärsten Arbeitsbedingungen und den wenigsten Rechten – sie haben noch nicht einmal eine eigene Interessenvertretung. Wir unterstützen die Forderung des AK Studentische und Wissenschaftliche Hilfskräfte nach einer Aufnahme in den Tarifvertrag! HiWis aller Fakultäten, vereinigt euch!

Warnstreik_Solidarität_klein

Solidaritätserklärung der SDAJ zu den Tarifkämpfen der Länder:

Übernahme und Lohnerhöhung!

für eine kämpferische Tarifauseinandersetzung!

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

 Wir, die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ), erklären uns solidarisch mit eurem Warnstreik heute am 20. Februar und euren Forderungen in den aktuellen Tarifauseinandersetzungen!

 Von 2000 – 2010 ist der Reallohn in Deutschland um 5,4% gesunken. Wir können uns also trotz kleineren Lohnerhöhungen immer weniger von unserem Einkommen kaufen. Im Gegenzug steigen die Profite der Banken und Konzerne massiv.

Um der Umverteilung des Reichtums hin zu den Unternehmen etwas entgegenzusetzen, wäre eine Lohnerhöhung um ein gutes Stück notwendig. Zusätzlich zu der prozentualen Erhöhung ist auch eine Festgelderhöhung, wie ihr sie für die Ausbildungsvergütung fordert, ein sehr wichtiger Schritt. Dies hilft, die enorme Differenz zwischen den Eingliederungen etwas auszugleichen. Vor allem Auszubildende haben damit zu kämpfen, dass das Geld vorne und hinten nicht reicht. Auch wir setzen uns für eine Ausbildungsvergütung ein, die zum leben ausreicht. Eine kollektive Erhöhung wäre ein wichtiger erster Schritt in diese Richtung.

 Von allen Seiten hört man immer wieder die Worte „Fachkräftemangel“ und „demographischer Wandel“. Auf der anderen Seite landen jedes Jahr hunderttausende Jugendliche in Warteschleifen oder werden arbeitslos, und das obwohl sie eine qualifizierte Ausbildung erlangt haben. Von Mangel kann hier also nicht die Rede sein!. Um Jugendlichen sichere Zukunftsaussichten statt Arbeitslosigkeit und prekäre Beschäftigung zu garantieren ist eine unbefristete Übernahme nach der Ausbildung unabdingbar. Deshalb schließen wir uns eurer Forderung „Zeit für unbefristete Übernahme“ voll und ganz an!

 In Zeiten der Krise wird uns gesagt, wir müssten alle „den Gürtel enger schnallen“, die öffentlichen Kassen seien leer und überhaupt müssten wir sparen. Diese Sparmaßnahmen, von der Bundesregierung rigoros geplant und durchgedrückt, treffen als erstes die öffentlichen Kassen. Ob es jetzt ein Stadtstärkungspakt in NRW ist oder Maßnahmen mit anderen trügerischen Namen: Die Kosten der Krise sollen auf uns abgewälzt werden und nicht auf die, die sie verursacht haben, nämlich die Banken und Konzerne. Gerade vor solchen Argumentationen gilt es sich zu schützen und ihnen unsere vereinte Kampfkraft entgegenzusetzen. Diese wurde z.B. durch die Aufspaltung der Tarifverhandlung in Bund/Kommune und Länder massiv geschwächt. Ziel müsste es sein diese Spaltung wieder aufzuheben und den Tarifvertrag nur auf 12 Monate abzuschließen. Es gilt hier wie auch sonst immer: Je mehr wir sind, umso lauter und kämpferischer können wir sein!

 Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg in eurem Tarifkampf und sichern euch unsere vollste Unterstützung und Solidarität zu!

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